Lebenslauf

Das bin ich

Im Frühjahr 2021.

Mein Weg

Ich wurde 1956 in Kiel, an der Ostsee geboren. Meine Eltern August Endrulis und Eva-Anna Endrulis geb. Margis, lebten im Memelland (heutiges Litauen), nahe dem Ostpreußischen.

Meine Kindheit war ja noch nicht so lange nach dem Kriegsende, und ich kann mich gut an so manche Not und Elend, und den Wiederaufbau erinnern. Mein Vater erwarb von der Stadt Kiel ein Stück Land und baute 1954 ein Kleinsiedlungshaus, Typ SH3.
Der Wohnraum betrug etwa 63 m² in Erd- und Obergeschoß. Hier wohnte nicht nur meine Familie, sondern zeitweise auch Oma und Opa, und Tante und Onkel.

Meine Schulzeit, und der weitere Weg

Meine Schulzeit verlief in Etappen. Ich war ein „Spätzünder“, wie mein damaliger Pastor Staude zu mir sagte. Nach der Einschulung in der Fritz-Reuter-Schule, drehte ich in der 4. Klasse eine Ehrenrunde und wurde aus Klasse 8 entlassen, ohne Hauptschulabschluß. Mein Zeugnis sah nicht gut aus. Die beste Note war wohl eine 3 in Sport, hinzu kamen haufenweise Fehlzeiten.

Eine gute Lehrstelle zu finden war schwierig. Ich versuchte eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker und danach eine als Koch. Beide brach ich ab. Als Kfz-Mechaniker in so einer alten ungeheizten Halle, mit Grube, im Winter tropft einem das Wasser vom Auto ins Gesicht. Oft mußten die Finger leiden, wenn man mit dem Schlüssel abrutschte, war auch gleich ein Stück haut weg… Nein, das war nicht meine Welt.

Beim Koch-Lehrling hieß es in der Anzeige noch: „Freie Kost und Logis“, die Realität sah dann aber anders aus. Der Eigentümer und Kochmeister war ein Betrüger, und zog einen Betrag für Kost und Logis ab, so dass nur ein kleines Taschengeld blieb. Weiter war er ein Ausnutzer. Als Lehrling mußte ich sein Auto waschen, Gartenpflege leisten etc. Und wehe, man sagte mal ein Wort, so verteilte er sofort Ohrfeigen, aber mit Anlauf!
Klar, dass ich bei dem Typen nicht bleiben wollte, und nicht blieb.

Seefahrt-Intermezzo

Danach heuerte ich auf der „MS Transontario“ an, von der Poseidon-Schiffahrtslinie, und fuhr als Salonjunge (Mufti) zur See. Große Fahrt, Kanada, Great Lakes, USA. Und „in jedem Hafen kam ein Brief an Bord“, so wie Freddy Quinn es singt. Anschließend fuhr ich auf einem Kümo (Küstenmotorschiff) und darauf auf einem Binnenschiff.

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Wieder Schule und Lehrausbildung

Doch dann erkannte ich – besonders auch durch die Briefe, die Oma und Mama mir schrieben, die Sackgasse dieses Weges, und kam zurück nach Hause.

Tagsüber arbeitete ich in der Getränkefabrik „Rubin“ als Beifahrer und Nachmittags fuhr ich mit meinem Mokick zur Abendschule, um meinen Hauptschulabschluß nachzumachen. Das gelang mit gut, ich bestand die Prüfung und erhielt ein Top-Zeugnis.

Nun suchte ich mir eine neue Lehrstelle, fand sie bei der MaK, ein Großbetrieb mit einigen tausend Mitarbeitern, als Kupferschmied, mit 3 1/2-jähriger Lehrzeit.

Ein Motorradunfall zwischendurch, mit ziemlich vielen Brüchen, auch Fraktur an der Wirbelsäule, bescherte mir eine kleine Zwangspause im Krankenhaus. Nach meiner Gesellenprüfung arbeitete ich im Betrieb eine kurze Zeit als Geselle und wollte dann zur Weiterführenden Schule gehen.

Wieder Schule 🙂

Ich bewarb mich in der Berufsaufbauschule (BaS) in der Gellertstraße Kiel, und wurde dort angenommen. Zweck war es, die Mittlere Reife (Fachschul-/ Realschulreife) zu erwerben. Das klappte ganz gut, und ich lernte knorke Leute kennen. Meine Mitschüler, Lehrer, aber auch der Oberstudiendirektor des Schulkomplexes gehörte dazu.

Nach der BAS ging es in die nächste weiterführende Schule, die FOS (Fachoberschule), und so manche meiner vorherigen Kollegen fand ich in der Klasse wieder.

Der Oberstudiendirektor Tietjens stellte mir nach Verlassen der Schule eine erstaunliche Referenz aus.

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Nach einem kurzen Trip auf dem Traumschiff, der MS Berlin, fing das Studium an.

Studium in Kiel

Oh, so hatte ich mir das Studium aber gar nicht vorgestellt. Recht unpersönlich. Ein Hörsaal mit einem Gewimmel von Studenten, und der Professor vorne erzählt etwas.
Näheres gibt es hier.

Doch dann, etwas später, kam ein Bescheid, von der Berufsgenossenschaft. Ich hatte nämlich nach meinem großen Motorrad-Sturz (mehrfacher Überschlag, Knochenbrüche, Krankenhaus) ein Studium in einer Rehabilitation beantragt. Nun kam der Kosten-Übernahme-Bescheid, dass ich auch einen Studienplatz in Heidelberg erhalten könne.

Das war für mich keine weitere Frage, ich nahm an.

Studium in Heidelberg

Auf ging es also, ins wunderschöne Heidelberg am Neckar, in die Fachhochschule der Stiftung Rehabilitation. Die Unterkunft war nicht weit von den Lehrsälen entfernt, auch eine große Mensa gab es. Und alle Wege waren Barrierefrei.

Dort machte ich mein Maschinenbaustudium und schloß es mit dem Dip.-Ing. (FH) ab.

Näheres zu meinem Studium in Heidelberg gibt es hier.

Der Weg ins Berufsleben

Einer meiner wichtigsten Arbeitgeber war die Firma ultrafilter gmbh, unter der Leitung von Dirk G. Kronsbein. Ein toller Chef, und ein tolles Unternehmen.

…wird fortgeführt…